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Swiss Iron Health Organisation |

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Prävention |
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Insbesondere bei Mangelerkrankungen ist die Wahl der Präventionsmethode für jeden Laien selbsterklärend. Es drängt sich auf, bei drohenden Mangelzuständen solche zu verhindern, indem die Patienten die mangelhaften Elemente zusätzlich zur Nahrung aufnehmen. Eine solche Vorgehensweise kann das Auftreten von späteren Mangelsymptomen verhindern (wie beispielsweise Eisentabletten, Tropfen oder Säfte bei Patienten mit einem Eisenmangel ohne Anämie, die nicht unter Symptomen leiden). Diese Art von Prävention heisst Primärprävention. Eine solche ist bei Eisenmangelpatienten dann indiziert, wenn sie noch nicht an Symptomen leiden (Patienten mit einem asymptomatischen Eisenmangel ohne Anämie EoA).
Intravenöse Eisengaben bei symptomatischen Patienten (Eisenmangelsyndrom und Eisenmangelanämie) haben keinen präventiven Charakter, sondern entsprechen einer therapeutischen Intervention.
Nach einer erfolgreichen Behandlung ist eine Sekundärprävention notwendig bei solchen Personen, die zu Rückfällen neigen (Risikogruppen). Bei Eisenmangelpatienten kann eine orale Sekundärprävention versucht werden, bei Frauen im Menstruationsalter sind allerdings vereinzelte iv-Eisengaben in individuellen Dosierung und Intervallen notwendig.
Erstaunlicherweise sind beispielsweise Eisen– und Vitamin D-Mangelkrankheiten global ausserordentlich häufig und führen zu vielen Symptomen, die entweder durch eine Primärprävention vermieden werden könnten. Sobald die Mangelzustände symptomatisch sind, können die Betroffenen durch preisgünstige Substitutionsbehandlungen geheilt werden. Dies trifft zumindest bei Eisenmangelpatienten zu, welche beispielsweise unter chronischen Erschöpfungszuständen, Konzentrationsstörungen, depressiven Verstimmungen, Schlafstörungen oder Kopfschmerzen leiden. Beim Problem des Vitamin D-Mangels sieht es hingegen anders aus. Ein solcher kann jahrelang asymptomatisch bleiben. Dennoch besteht dadurch ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von verschiedenen Krankheiten wie beispielsweise Brustkrebs, Leukämie, Multipler Sklerose, Morbus Parkinson, Diabetes mellitus, Hypertonie oder Morbus Altzheimer.
Eisenmangel führt zu reversiblen Symptomen, die vom Patienten als „Warnung“ erlebt werden. Gibt man das fehlende Eisen, werden sie gesund. Ein Mangel an Vitamin D hingegen kann irreversible Krankheiten verursachen, die durch Vitamin D-Gaben nicht mehr geheilt werden können. Wie viel häufiger die durch einen Vitamin D-Mangel begünstigten Krankheiten auftreten im Vergleich zu Menschen ohne Mangel an diesem Vitamin D, kann kaum beantwortet werden. Schliesslich haben die meisten Menschen, und - zwar global - einen Mangel an Vitamin D (keine Möglichkeit einer Kontrollgruppe). Eine entsprechende Forschung müsste wahrscheinlich gute 100‘000 Personen ohne und ebenso viele mit Vitamin D-Mangel einschliessen, die vergleichend während zwanzig Jahren dokumentiert werden.
Vor vierzig Jahren war es noch üblich, dass die Mütter ihren Kindern eine Nahrungsmittelergänzung zuführten (wie z.B. in Form von „angereicherter Schokolade“ oder entsprechenden Säften). Weshalb diese Sitte schon vor dem Millenium aufgegeben wurde, ist unbekannt.
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