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Bei einer iv-Eisenaufsättigung von IDS-Patienten handelt es sich immer um eine Behandlung auf Verdacht. Es ist vorher nicht erwiesen, dass der nachgewiesene Eisenmangel wirklich für die vorliegenden Symptome verantwortlich ist, weil auch andere Ursachen zu denselben Symptomen führen können.

 

Aus diesem Grund ist eine fundierte und nach festgelegten Standards zu erhebende Verdachtsdiagnose die grundlegende Voraussetzung für iv-Eisenbehandlungen bei Verdacht auf IDS.

 

Nach einer individuell zu dosierenden iv-Aufsättigung ist eine Therapiekontrolle notwendig, einerseits für die Diagnosesicherung und andererseits für die Einleitung einer weiteren Abklärung bei denjenigen Patienten, die von den Eisengaben nicht profitiert haben. Dadurch besteht keine Gefahr einer Diagnoseverschleppung.

 

Die zweite Nachkontrolle nach drei Monaten ist notwendig für die Beurteilung der Nachhaltigkeit einer erfolgreichen Behandlung sowie die Berechnung der künftigen individuell zu dosierenden Erhaltungstherapie (Sekundärprävention).

 

Unkontrollierte Behandlungen

 

Wenn Eisenbehandlungen unkontrolliert stattfinden, wird die erforderliche Qualität insbesondere hinsichtlich Sicherheit und Nachhaltigkeit kaum erfüllt. Die Herstellerfirma empfiehlt eine erste Nachkontrolle erst drei Monate nach den von ihr beworbenen Hochdosis-Infusionen.

 

Dadurch werden allerdings diejenigen Patienten nicht erkannt, bei denen die Behandlung nicht gewirkt hat und die somit eine weitere Abklärung benötigt hätten (Gefahr der Diagnoseverschleppung) und gleichzeitig werden unerwünschte Nebenwirkungen nur selten erfasst. Hinzu kommt die Unkenntnis des Ferritinpeaks nach den Infusionen. Es ist noch nicht erwiesen, dass iatrogene Eisenüberladungen im wiederholten Fall über Jahre nicht schädlich sein könnten. Diese Langzeiterfahrung fehlt, weil das Hochdosis-Präparat erst 2008 in Europa eingeführt wurde. Die bisherige Erfahrung zeigt, dass die Ferritinwerte zwei Wochen nach der letzten Infusion nicht selten über 1000 ng/ml liegen - einem toxischen Bereich, sofern ein Ferritinwert über längere Zeit darin verharrt.

 

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